Historischer Stadtrundgang durch Konstanz

Konstanz ist nicht nur die größte, sondern auch eine der historischsten Städte am Bodensee.
Daher verwundert es nicht, dass besonders Wert auf das Erscheinungsbild der Altstadt gelegt wird. Insbesondere die Konstanzer Stiftung Stadtbild bemüht sich um die Unterstützung der Denkmalpflege – besonders gelungen sanierte Häuser in der Altstadt werden daher bezuschusst und mit einer Plakette ausgezeichnet.

 

Der folgende Spaziergang durch Konstanz am Bodensee zeigt 22 dieser ausgezeichneten Häuser. An den meisten der wunderschön hergerichteten Objekte findet sich neben der Plakette auch ein QR-Code, den man scannen kann und direkt die passenden Informationen zu den Konstanzer Häusern erhält.

Unser Denkmal-Spaziergang durch Konstanz startet am Döbele-Parkplatz, von dem man in wenigen Minuten am ersten Objekt im Stadtteil Stadelhofen ist. Das Haus „vor dem Tannenamt“ in der Kreuzlingerstr. 2, dessen Geschichte bis in die Anfänge des 17. Jahrhunderts reicht, erstrahlt in hellen Farben und trägt eine historische Wetterfahne. Weiter geht es in Richtung Stadtkern die Hussenstraße entlang bis man vor dem Haus „Zum (St. Ursula) Schiff steht. Der über 500 Jahre alte Ständer-Geschossbau wurde 2010 und 2011 umfassend saniert und beherbergt zurzeit im unteren Geschoss eine moderne Verkaufsfläche der Traditionsparfümerie Gradmann.

 

Keine 100 Meter weiter in der Paradiesstraße findet sich das Altstadthaus „Zum roten Stern“. Dieses Gebäude, das sowohl aus Stein, als auch im Fachwerk-Stil errichtet wurde, zeigt in seiner Restaurierung einen Querschnitt der Konstanzer Baugeschichte seit dem 14. Jahrhundert und erscheint daher auch im Denkmalbuch des Landes Baden-Württembergs als „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“. 

Wir wenden uns wieder der belebten Wessenbergstraße zu und entdecken bei der Hausnummer 13 das „Haus zum Esel“. Besonders eindrucksvoll ist hier die Fassadengestaltung mit dem Wandbild „Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten“.

Von hier halten wir uns in Richtung Konstanzer Münster, in dessen direktem Umfeld sich einige ausgezeichnete Sanierungsobjekte befinden – beispielweise das Haus Nr.12 in der Hofhalde, direkt neben dem Pfalzgarten. Das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Haus besticht durch unzählige Zierelemente an der Fassade, sowie am Dach.

Das schmale Haus „Zur Lilie“ in der Wessenbergstraße 37 beherbergte bis zum 14. Juni 2010 das bekannte Café Bohe, dessen Baumkuchen weiterhin unvergessen bleibt. Direkt schräg gegenüber befindet sich der „Domherrenhof“, der in direkter Lage zum Konstanzer Münster als Herberge hoher bischöflicher Beamter im 14. Jahrhundert genutzt wurde.


Unser Weg führt weiter in den ältesten Stadtteil von Konstanz – die Niederburg. Am Ende der Konradigasse befindet sich ein schmales Haus, das Baustile verschiedener Epochen und die alte Stadtmauer beinhaltet. Insbesondere wurden bei der Restaurierung des Gebäudes im oberen Teil die ursprünglichen Materialien sichtbar gemacht. Durch die schmalen Gassen der Niederburg gelangen wir zur Konzilstraße, deren Weg uns am Konstanzer Theater vorbei zu den Häusern rund um die Hofhalde und Zollernstraße führt. 

In der Hofhalde 1 befindet sich ein repräsentatives Stadtgebäude, das aktuell nicht nur als Gäste- und Tagungshaus fungiert, sondern auch  - wie das Haus zum roten Stern“ – eingetragenes Kulturdenkmal des Landes Baden-Württemberg ist. In der Parallelstraße finden sich gleich 3 ausgezeichnete Stadthäuser – darunter die Hausnummer 9 und 4 der Zollernstraße. Beide Gebäude zeichnet die stimmige Verbindung zwischen Altem und Neuem aus. Diese Kombination spiegelt sich auch bei dem Altstadthaus in der Salmannsweilergasse 13 wider. Die unteren Räumlichkeiten des Hauses werden als Verkaufsräume der Individuell Optic genutzt. Ein Blick in die vier Wände lohnt – denn die Fachwerkstruktur ist sichtbar herausgearbeitet und durch moderne Böden und Lichtquellen ergänzt.

Für die zwei folgenden Objekte verlassen wir die ruhigen Gassen der Konstanzer Altstadt und begeben uns auf die belebte Marktstätte. Fast nebeneinander liegend finden sich hier das Haus „Zum weissen Bären“ aus dem Jahr 1523 und das etwas jüngere Haus der Weinschank- und Brotbäckerzunft aus 1450. Außerdem befindet sich direkt gegenüber das traditionsreiche Geschäftshaus der Optik Hepp, dessen etwas versteckt gelegenes, barockes Hinterhaus einen weiteren QR-Code trägt. In der Nähe des Marktstätte-Brunnens befindet sich ein sehr außergewöhnliches Gebäude. Das Haus „Zum Wolf“ ist das einzige Konstanzer Bürgerhaus mit Rokoko-Stuckfassade und beeindruckt, sobald man von der wuseligen Marktstätte in die Rosgartenstraße einbiegt.

Der historische Stadtrundgang führt uns bei den heißen Sommertemperaturen glücklicherweise in die kühlste Gasse der Stadt – die Neugasse. Hier sind sowohl die Hausnummer 3, als auch 11 mit dem QR-Code ausgestattet. Bei beiden Häusern finden sich im Erdgeschoss Verkaufsräume. Hier legen wir Euch bei der Gelegenheit einen kurzen Besuch bei der Goldschmiede Bling (Neugasse 11) ans Herz – deren immer wechselnd dekorierten Schaufenster unserer Meinung zu den schönsten der Stadt zählen.

Von der Neugasse aus laufen wir in Richtung Bodanplatz, um von hier in die Hüetlinstraße einzubiegen. Hinter Hausnummer 21 verbirgt sich eine wirklich spannende Geschichte – denn die kunstvolle Fassade des Hauses „Zur Minerva“ blieb über 40 Jahre hinter einer Eternitplatten-Verkleidung verborgen und wurde nur entdeckt, da sich die Eigentümer eine neue Hausfarbe wünschten.

Der historische Spaziergang durch die Konstanzer Altstadt endet einige Meter weiter in der Scheffelstraße, deren Hausnummer 9 mit ihrer restaurierten Sandstein-Fassade an die Gründerzeit erinnert.

 

Neben unserer Karte zu dem Stadtrundgang durch das historische Konstanz findet ihr hier auch die Karte der Stiftung Stadtbild. Über die vermerkten Objekte gelangt Ihr hierüber auch auf die einzelnen Informationstexte zu den einzelnen Gebäuden.

 

Außerdem lässt sich dieser Spaziergang wunderbar mit unseren „Highlights in Konstanz“ verbinden – für alle, die noch mehr von der größten Stadt am Bodensee sehen möchten.



Zeit:

01h45min


Höhenmeter:

7m


Fitnesslevel:

1/5


Strecke:

3,74km


Untergrund:

Asphalt